Kategorie: RRC 2022 (Seite 1 von 2)

Die Aktivitäten des RRC Rhein-Wied Neuwied e.V. im Kalenderjahr 2022

Stadt und Land bewerten – wo fährt es sich in Deutschland am besten mit dem Rad?

Ist Neuwied ein Fahrradparadies oder muss die Politik (endlich) ran? Jetzt beim ADFC-Fahrradklima-Test 2022 abstimmen!

Ab dem 1. September können Radfahrerinnen und Radfahrer wieder das Fahrradklima vor ihrer Haustür bewerten. Dabei wird dieses Mal ein besonderer Fokus auf den ländlichen Raum gelegt, denn auch dort wünschen sich die Menschen die Möglichkeit, ihren Alltag mit dem Rad sicher und komfortabel zu gestalten. Bis Ende November können Einwohner:innen von Stadt und Landkreis Neuwied das Fahrradklima vor Ort bewerten.

Rebecca Peters, ADFC-Bundesvorsitzende, sagt: „Immer mehr Politiker:innen sehen in einer gut ausgebauten Radinfrastruktur auch die Chance, ihre Städte und Gemeinden nachhaltig und lebenswerter umzugestalten. Der ADFC Fahrradklima-Test hilft Ihnen, die Stärken und Schwächen in der bisherigen Radverkehrsförderung zu erkennen und weitere Aktivitäten an den Bedürfnissen der Bürger:innen vor Ort auszurichten.

Der Sprecher der ADFC Ortsgruppe Neuwied, Reiner Geisen ergänzt: „Die Einwohner:innen der Stadt Neuwied sowie des Landkreises sind als Alltagsexpert:innen für den Radverkehr vor Ort gefragt: Wie ist das Fahrradklima? Was läuft schon gut und wo müssen Veränderungen her? Wir rufen alle dazu auf, an der Befragung unter fahrradklima-test.adfc.de teilzunehmen und den Politiker:innen somit den konkreten Handlungsbedarf aufzuzeigen. Denn oft haben sie den Eindruck, schon viel für den Radverkehr getan zu haben, doch die Wahrnehmung der Bürger:innen ist eine ganz andere.“

Zufriedenheits-Index der Radfahrenden
Der ADFC Fahrradklima-Test fragt in 27 gleichbleibenden Fragen, die Fahrradfreundlichkeit vor Ort ab. Dazu kommen dieses Jahr fünf Zusatzfragen zum Radfahren im ländlichen Raum. Dabei geht es darum, ob zentrale Ziele wie Schulen, Einkaufsmöglichkeiten oder Arbeitsstätten mit dem Fahrrad gut erreichbar sind, wie sicher sich die Wege in die Nachbarorte anfühlen, ob für Pendler:innen

Fahrradparkplätze an Bahnhöfen vorhanden sind und um die eigenständige Mobilität von Kindern und Jugendlichen.

2020 bewerteten knapp 230.000 Radfahrerinnen und Radfahrer die Fahrradfreundlichkeit in 1.000 Städten und Gemeinden. Die Stadt Neuwied wurde dabei mit der Schulnote 4,7 bewertet und landete bundesweit auf dem vorletzten Platz von 110 Städten in der Ortsgrößenklasse 50.000 – 100.000 EW. Besonders wurden dabei im Städtevergleich die schlechte Erreichbarkeit des Stadtzentrums, nur wenig in Gegenrichtung geöffnete Einbahnstraßen und dass kein zügiges Radfahren möglich ist kritisiert. Gelobt wurden seinerzeit die Falschparkerkontrolle auf Radwegen, eher geringe Konflikte mit Kfz sowie kaum Fahrraddiebstähle (Infos zur Auswertung 2020 unter www.fahrradklima-test.de/karte).

Förderung durch Bundesverkehrsministerium

Der ADFC-Fahrradklima-Test findet bereits zum zehnten Mal statt und ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit. Die Förderung erfolgt durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2023 vorgestellt.

Neuregelungen des BDR zum Tourenfahren (RTF/CTF) ab 2023

Liebe Radsportfreunde, liebe Breitensportler,

was sich bereits seit einem Jahr abgezeichnet hatte wird nunmehr konkret:

Im Bereich Radtourenfahren (RTF) und Countrytourenfahren (CTF) steht ein Umbruch bevor. Diese „kleine Revolution“ ist von einigen lang erwartet, von anderen verteufelt, aber wenn man sich die nackten Zahlen anschaut, dann musste gehandelt werden. Auch bei uns im RRC Neuwied ist in den letzten Jahren die Teilnahme von RTF-Veranstaltungen und das Punkte-Fahren mit BDR-Wertungskarte stark rückläufig.

Am 22. August informierte der BDR-Vizepräsident Bernd Schmidt die Verbände und Vereine über das neue Reglement, mit dem den nicht erst seit Corona lahmenden Veranstaltungsformaten im Bereich des Breitensports – den RTF und CTF wieder mehr Schwung verliehen werden soll. Auch in unserem Vereinsvorstand haben wir die Thematik mehrfach kontrovers diskutiert und letztlich sehen wir es auch weitgehend so wie es der BDR-Vizepräsident in seiner Rund-Mail im Einzelnen beschreibt:

„Gemeinsam mit unserem neuen Koordinator Wolfgang Rinn bin ich im letzten Jahr angetreten, um der RTF-Szene neuen Schwung zu verleihen und unser Regelwerk zu entschlacken. Rad fahren soll in erster Linie Spaß machen. Dazu haben wir eine Vereinsbefragung durchgeführt, ein Online-Forum veranstaltet, mit den Landesverbänden diskutiert, eine Arbeitsgruppe „Rad fahren 24“ gegründet, die sich sehr viele Gedanken über Sinn und Unsinn einer RTF/CTF gemacht hat, und wir haben mit einer weiteren Arbeitsgruppe an neuen Reglements RTF und CTF gearbeitet, in denen alle Ergebnisse eingeflossen sind.

Was ändert sich?

Die BDR-APP kommt! Der Start der neuen BDR-APP erfolgt ab dem 01.01.2023. Und ja, wir machen selbstverständlich noch Workshops für unsere Vereine/Verbände und ein Tutorial für die User. Die BDR-APP ist kostenlos und enthält in erster Linie die Daten des Nutzers und den Terminkalender mit den Daten der Vereine und Veranstaltungen. Die BDR-APP hat mehrere Ausbaustufen und nicht alles wird am 01.01.23 bis ins Detail vorliegen, zumal die Datenbank mit Unterstützung der Vereine und Verbände ja auch noch gefüttert werden muss. In der ersten Ausbaustufe sind die elektronische Anmeldung und die elektronische Erfassung der gefahrenen Kilometer vorgesehen. Auch muss jeder Verein seine Veranstaltung aktiv zur Buchung freischalten, nachdem er seine veranstaltungsspezifischen Daten festgelegt hat. Ziel ist es, dass sich jeder APP-User per Handy bei jeder Veranstaltung anmelden kann, die Anmeldung erfolgt direkt in der BDR-APP.

Aufmerksame Leser erkennen sofort: Da fehlt doch was! Genau, unsere rote BDR-Wertungskarte entfällt! Ich habe sie zwar auch lieb und alle Karten seit 1982 noch vorliegen, aber es ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Mit dem Entfall der BDR-Wertungskarte entfallen auch einige andere Sachen, wie z.B. die Rückennummer, die wir jedes Jahr ausgegeben haben. Es gibt keine rechtliche Verpflichtung, dass die Teilnehmer bei einer Veranstaltung gekennzeichnet sein müssen und für uns bedeutet das Thema Rückennummer immer viel Kosten und Arbeit. Und wenn man sieht, wie das umgesetzt wird, dann weiß man, dass auch das überflüssig ist. Es entfallen auch die Jahresauszeichnungen, deren Akzeptanz in den vergangenen Jahren deutlich gesunken ist und die uns allen (BDR, Verbänden und Vereinen) sehr viel Arbeit bereitet hat. Und zum Schluss, ein Gruß an alle Punktejäger – die Punkte fallen weg! Alle Touren werden jetzt über Kilometer abgerechnet! Und zwar nach RTF-Kilometern, CTF-Kilometern, Radwander-Kilometern oder auch virtuellen Kilometern.

Als Ersatz für die BDR-Wertungskarte gibt es in Verbindung mit der BDR-APP eine sog. „Breitensport-Lizenz“, die zum vergünstigten Startgeld berechtigt. Nach Absolvieren der Strecke werden die gefahrenen Kilometer im Ziel elektronisch dem individuellen Konto des Teilnehmers gutgeschrieben. Am Ende der Saison können die Vereine und Verbände die Daten ihrer Sportler über die App abrufen, das aufwändige manuelle Rechnen der gefahrenen Kilometer und Punkte entfällt also demnächst. Das ist eine große Arbeitserleichterung für unsere Vereine und Verbände. Apropos Saison, die läuft zukünftig wie das Kalenderjahr vom 01.01 bis zum 31.12.

Kleine Anmerkung am Rande: Die BDR-APP kann JEDER downloaden und benutzen, Daten, Termine, Anmeldung, alles möglich. Nur BDR-Mitglieder haben mit der neuen „Breitensport-Lizenz“ den Startgeldvorteil, ihre Kilometer werden addiert und kommen in die Ranglisten der Verbände – und vielleicht gibt es ja auch noch als Ersatz für die wegfallende Jahresauszeichnung ein Goody.

Dadurch dass es keine Punkte mehr gibt, entfällt auch das starre Kilometersystem bei den Veranstaltungen. Eine RTF-Strecke muss also nicht mehr 70 km lang sein, damit die Teilnehmer ihre 2 Punkte erhalten, sie kann auch 63 oder 86 km lang sein, wenn sich das so ergibt. Hauptsache die Strecken sind zwischen 20 und 199 km, denn daran hat sich nichts geändert, ab 200 km ist es dann ein Marathon. Das gleiche gilt adaptiert für die CTFs. Das gibt unseren Vereinen die Möglichkeit, die eingefahrenen Pfade auch Mal zu verlassen, mal was neues auszuprobieren, innovative Ideen zu haben. Ich weiß, dass einigen die Leitplanken fehlen, aber das kann doch ein Startschuss für Kreativität sein, Mal was neues ausprobieren, einfach Mal die Strecken ändern, einfach Mal Mut für Veränderungen aufbringen. Aber auch wenn es an Kreativität oder Mut fehlen sollte, es gibt immer noch die Möglichkeit, sich am bestehenden System zu orientieren.

Ein Thema über das wir lange und oft diskutiert haben, ist das Thema „Ausschilderung und Verpflegung“. Wir dürfen uns nicht vertun, wir stehen in einem Wettbewerb mit anderen Freizeit- und Radfahr-Angeboten. Wenn wir nicht ein Minimum an Service bieten, dann wird es sehr schwer, die Radfahrer da draußen für unsere Produkte zu begeistern. Stellt euch die Frage: Warum sollte ein Radfahrer zu meiner Veranstaltung kommen? Deswegen haben wir in allen Gremien beschlossen: Eine RTF oder CTF und ein Radmarathon ist ausgeschildert/gekennzeichnet und es gibt eine vernünftige Verpflegung für die auch ein vernünftiger Preis aufgerufen werden kann. Punkt. Dass es jetzt Vereine gibt, die sich die Ausschilderung und/oder die Verpflegung sparen wollen, wollen wir ihnen zubilligen – aber sie dürfen das nicht mehr RTF oder CTF nennen. Dafür haben wir neue Veranstaltungsformen definiert wie GPS-RTF/CTF, Brevet oder auch Mini-Brevet. Diese Definitionen sind in unseren neuen Reglements auf https://www.rad-net.de/generalausschreibungen_5.htm zu finden. Apropos Reglements, mit den ganzen Änderungen sind unsere „Generalausschreibungen“ verschwunden. Wir haben Wort gehalten, unser Regelwerk entrümpelt und neue, freundlich formulierte und übersichtlich gestaltete „Reglements“ geschaffen. Die Reglements sind mehr als Erklärung, denn als Regeln zu verstehen. Erste Reaktionen sind durchweg positiv.

Wir sind uns bewusst, dass wir mit der Umstrukturierung einige Sportfreunde wachgerüttelt haben, vor allem diejenigen, die am liebsten nichts verändern würden, weil es ja Arbeit macht. Aber die Welt lebt vom Wandel, sonst würden wir heute noch mit Keulen durch die Gegend laufen. Und wir müssen uns auch wandeln, unser System besteht seit Anfang der Achtziger Jahre, also gute 40 Jahre. Klar wurde mal hier und da etwas angepasst, aber noch nie sind so massive Änderungen eingeflossen. Ob das der richtige Weg ist, kann ich euch auch nicht sagen, aber immer noch besser, als dem Schiff beim Sinken zuzuschauen und anschließend ein Denkmal zu errichten. Und über diesen Umstand sind sich bis jetzt alle Gremien einig, Änderungen natürlich vorbehalten… Begegnet dem neuen System offen, es bietet neue Möglichkeiten. Es ist nicht wie das alte und das alte kommt auch nicht mehr zurück. Lasst uns gemeinsam möglichst lange Spaß am Rad fahren in einer tollen Gemeinschaft haben!“

Sobald die App etabliert ist oder Wissenswertes zu berichten ist, werden wir dies an der Stelle bekannt geben.

Der Vorstand des RRC Rhein-Wied Neuwied e.V.

Bergfahren zugunsten der Vortour der Hoffnung am 17.07.2022

Der RSC Buchholz veranstaltet am Sonntag den 17.7.2022 in Roßbach/Wied ein Bergfahren auf einem Rundkurs. Start ist an der Wiedhalle. Das Startgeld beträgt 10 Euro und geht mit dem restlichen Erlös zu 100 % an die Tour der Hoffnung zugunsten krebskranker Kinder.

Der RRC NEUWIED möchte die Veranstaltung mit möglichst vielen Teilnehmenden unterstützen. Der Rundkurs, der bis zu 11 mal durchfahren werden kann, ist ca. 13 km lang und hat offiziell 265 hm.

Seitens des RRC treffen wir uns am Sonntag um 9.00 Uhr in Neuwied-Niederbieber an der Kirmeswiese / Biergarten und fahren gemeinsam zum Warmwerden nach Rosbach.

RRC Tour d’Ardenne 2022

Der RRC Rhein-Wied Neuwied bietet vom 17.-19. Juni 2022 eine dreitägige Ausfahrt durch die Ardennen in Belgien an, die RRC Tour d’Ardenne. Unser sportlicher Leiter Marc hat drei attraktive Touren ausgearbeitet.

Teilnehmen können alle rennradbegeisterten Mitmenschen, die Lust auf eine tolle Tour mit netten Menschen haben. Die Kosten sind überschaubar, zur Anfahrt möchten wir Fahrgemeinschaften bilden.

Nähere Informationen finden sich hier auf unserer Webseite oder zusammengefasst in einem PDF-Dokument:

Solltest du noch Fragen haben, schreibe uns gerne eine e-mail.

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