Ein lebendiges Stück
Radsportgeschichte Neuwieds
von Roland Knapp:
1978 - 2003: 25 Jahre RRC "Rhein-Wied" Neuwied e.V.
Das Solide hat sich vor dem Bombastischen bewährt

Die Gründungsgeschichte des RRC "Rhein-Wied" ist ein wichtiges Kernstück der kurzlebigen Geschichte des ehemaligen Radsportvereins "City" Neuwied, der von Ende 1977 bis Anfang 1984 ein zuweilen furioses Dasein führte: Quasi aus dem Stand heraus hatten eine Hand voll Radsportexperten in Neuwied einen Verein gezimmert, der sogleich mit Spitzenfahrern aus weiten Teilen der Bundesrepublik aufhorchen ließ und vordergründig zum Non plus ultra des deutschen Radsports zu werden versprach. Doch eben nur vordergründig. Ein Teil der Initiatoren wollte mitnichten nur den absoluten (und finanziell kostspieligen) Spitzensport fördern sondern ihn nur als Mittel zum Zweck benutzen, um langfristig eine Erfolg versprechende Jugend- und damit Nachwuchsarbeit betreiben zu können. Über diesen grundlegenden Dissens sowie über überbordende Eitelkeiten einzelner Beteiligter, die schließlich in eine Dopingaffäre mündeten, zerbrach aber schon sehr bald das schöne Zweckbündnis "Radsport im Neuwied der 70er/80er Jahre" und führte schließlich zur spektakulären Spaltung des "RSV City", die flugs die Gründung des RRC "Rhein-Wied" als Alternative bewirkte.

Doch schön der Reihe nach: Der seit 1972 Neuwieder städtische Pressereferent Roland Knapp, der bereits in den 60er Jahren im baden-württembergischen Schwetzingen einen heute noch bestehenden Radsportverein ("RSV Kurpfalz Schwetzingen") gegründet hatte, wurde im Sommer 1977 von einem jungen Radsportler und Medizinstudenten aus dem Neuwieder Raum angesprochen und gefragt, ob er mit ihm zusammen nicht einen Neuwieder Radsportverein gründen wolle. Nach einigem Zögern stimmte Knapp zu und die Beiden konzipierten einen Verein, der auf zwei Standbeinen stehen sollte: Breiten- und Jugendsport sowie Spitzensport. Als erstes sollte natürlich das Standbein Spitzensport aktiviert werden, womit man das andere Standbein animieren wollte. Bald waren einige Spitzenfahrer der bundesdeutschen Radsportszene in Wartestellung angeworben, während in Neuwied die Suche nach Sponsoren anhub. Mittlerweile gesellte sich ein weiterer Interessent hinzu, der später wiederum in der Gründungsgeschichte eines späteren dritten Vereins, des "Velo-Club Neuwied", eine Rolle spielen sollte.

Radsport als Instrument der städtischen Standortwerbung

Damals war der Begriff "Stadtmarketing" noch nicht geboren, aber Roland Knapp als Referent für Öffentlichkeitsarbeit der Stadt praktizierte ihn bereits, indem er die Gründung des RSV City als Standort-Werbemittel für die Stadt Neuwied instrumentalisierte. Kein Geringerer als der damalige Oberbürgermeister Karl-Heinz Schmelzer fungierte als "Gründungspräsident" des RSV City, die Werbegemeinschaft des Neuwieder Einzelhandels, "Partner City Neuwied", zog als kollektiver Sponsor mit und so kam es am 14. Oktober 1977 im Neuwieder "Heimathaus" zur Gründung des "RSV City Neuwied", in dessen Liste sich sogleich 40 Gründungsmitglieder eingetragen hatten. Vorsitzender des Vereins wurde Roland R. Knapp.

Für den neuen Verein zeigten sich jedoch bald erste Reibungsflächen zwischen den beiden durchaus boomenden Bereichen Spitzensport und Breitensport bzw. Nachwuchsförderung. Während die ersten Spitzenfahrer aus verschiedenen Landesverbänden für den RSV City verpflichtet wurden, fanden sich auch viele interessierte Schüler und Jugendliche, die den Radsport betreiben wollten. Die Vereinsführung legte von Anfang an großen Wert auf die Einbindung der Eltern, so dass sich bald ein stabiler Mitgliederstamm gebildet hatte.

Der Anfang einer "berauschenden Erfolgsbilanz"

Die Erfolge blieben nicht aus. Fast wöchentlich standen furiose Erfolgsmeldungen in der Zeitung. Die Rede war von der Bildung eines "City-Straßenvierers" und in der Radsport-Fachpresse sprach man vom "Neuwieder City-Express". "Neuwied will es wissen", schrieb damals der "RADSPORT", das amtliche Organ des Bundes Deutscher Radfahrer. Gleichzeitig gedieh mehr im Stillen der Aufbau der Jugendabteilung, die bei "Null" angefangen hatte und binnen weniger Monate mit 20 Nachwuchsfahrern und deren Eltern den eigentlichen Stamm des Vereins ausmachte.

Der Winter 1977/78 wurde sowohl sportlich wie auch organisatorisch genutzt: Während der gerade verpflichtete Querfeldeinfahrer Kunibert Bock aus Hoppstädten bei Idar- Oberstein für den RSV City den ersten Rheinland-Meistertitel einfuhr, verhandelte Initiator Roland Knapp mit dem Deutschen Raiffeisen-Verband in Bonn und dessen Verbundunternehmen über eine Sponsorenschaft für die von ihm konzipierte 3-Etappen-Radrundfahrt mit Prolog: Die "Raiffeisen-Rundfahrt", für die der Verbund der Genossenschaftsunternehmen eine stattliche Summe zur Verfügung stellte, war geboren.

Das besondere dieser Etappen-Rundfahrt vom 26. bis 29. April 1978 war, dass am ersten Tag ein Rundstreckenrennen als Prolog und danach drei Tagesetappen durch die Eifel, den Hunsrück und den Westerwald durchgeführt wurden, jeweils mit Start und Ziel in Neuwied. Hochklassig war die Raiffeisen-Rundfahrt auch schon dadurch, dass keine auswärtigen Vereinsmannschaften, sondern lediglich Länder- und Nationalmannschaften eingeladen wurden. So traten elf Spitzenteams, neben den deutschen Nationalmannschaften BDR I und BDR II die Mannschaften Österreichs, der UdSSR, Schweiz, Hollands, Schwedens, Bayerns, Nordrhein-Westfalens, Berlins und schließlich des RSV City Neuwied an. Es war ein großer Publikumserfolg, aber die Veranstaltung war am letzten Tag leider auch von einem tödlichen Unfall überschattet, dem ein den Verkehr regelnder Polizist aus Linz zum Opfer fiel.

Beim Rest der Saison 1978 eilte der RSV City Neuwied mit seinen Rennfahrern von Erfolg zu Erfolg. Auch bei dem zum Abschluß der Straßen-Saison veranstalteten internationalen Kriterium (Rundstreckenrennen mit Punktewertung) zeigten die Neuwieder Radsportlegionäre vor eigenem Publikum an der Langendorfer Straße bestechende Form. Doch mittlerweile waren einigen Funktionären der Abteilung Spitzensport offensichtlich die Erfolge zu Kopf gestiegen; sie sollten weiter maximiert werden. Die Verpflichtung des Exprofis Hennes Junkermann hinter dem Rücken des halben Vorstandes und noch teurere Fahrereinkäufe als im ersten Jahr sowie die Anmietung eines Mannschaftsautos (damals eine Größenordnung, für die der gerade gegründete Verein keine ausreichende finanzielle Potenz hatte) sorgten für erste tiefgehende Verstimmungen im Vorstand.

Sportlicher "Super-GAU": Doping-Vorwurf!

Ein sympathischer Radrennfahrer des Vereins, medizinisch betreut vom Vereinsarzt und von seinem Sportlichen Leiter, war bei den Deutschen Bergmeisterschaften der Radamateure "Deutscher Bergmeister" geworden. Ein grandioser Erfolg, über den sich alle Neuwieder Radsportfreunde zu Recht gefreut hatten, denn der Radrennfahrer hatte schon vier Jahre lang auf dieses Ergebnis in seiner Spezialdisziplin hingearbeitet. Doch kurze Zeit später kam die große Ernüchterung: Bei der medizinischen Kontrolle wurde der Neuwieder Fahrer samt einem Vereinskollegen, der 7. der DM geworden war, aufgrund positiver Proben mit dem Vorwurf des Dopings konfrontiert. Dem RSV City gelang es nicht, entlastende Gegenbeweise zu liefern und auch ein Gnadengesuch an den Bund Deutscher Radfahrer war erfolglos. Dem gerade "frischgebackenen" Deutschen Meister wurde der Titel wieder aberkannt.

Für den Vorstand des RSV City Neuwied war eine höchst prekäre Lage entstanden: Die Medienöffentlichkeit wartete auf Erklärungen des Vereins. Während der laut Satzung für den Gesamtverein verantwortliche Vorsitzende R. Knapp mit einer schonungslosen Stellungnahme ("....Ergebnis der Ideologisierung der Leistung um jeden Preis...") in die Öffentlichkeit ging, versuchten andere Vorstandsmitglieder den Vorfall herunter zu spielen. Es kam bereits in Vorstandssitzungen zu Eklats, in deren Verlauf ein Teil des Vorstandes versuchte, den Vorsitzenden "wegen vereinsschädigenden Verhaltens" auszuschließen. In dieser Atmosphäre hatte der Vorsitzender Knapp jedoch die erste Jahreshauptversammlung des jungen Vereins vorzubereiten - und dieser Pflicht kam er gründlich nach....

Was folgte, war ein "gesellschaftlicher Krimi"

Eine Satzungslücke des Vereins ermöglichte es, binnen weniger Tage neue Mitglieder einzuschleusen und die bevorstehende Jahreshauptversammlung des RSV City zu majorisieren. Davon machte das Lager "Spitzensport" so regen Gebrauch, dass bis zur Einladungsfrist bei bisher rd. 50 "Stammmitgliedern" plötzlich 200 eingeschriebene RSV-City-Mitglieder "ante portas" standen und die Jahreshauptversammlung am 20. November 1978 zu einer Massenveranstaltung zu werden versprach (bzw. zu werden drohte). Beim Vorsitzenden waren zuvor täglich stapelweise Aufnahmeanträge eingegangen, alle mit der gleichen Handschrift ausgefüllt und mit einem im Voraus bezahlten Jahresbeitrag bestätigt.

Ganz augenscheinlich war dann auch die Zusammensetzung der Jahreshauptversammlung im großen Heimathaus-Saal, der noch um den damaligen "Gartensaal" erweitert werden mußte, von diesen Manipulationen beeinflußt.
Im weiten Saalrund saßen ganze Belegschaften von Neuwieder Unternehmen, die Order hatten, wie weiland im alten Rom, zu gegebener Zeit den Daumen über das Schicksal des widerborstigen RSV-Vorsitzenden Knapp zu senken, wenn denn das Signal komme.

Doch der Vorsitzende ließ sich von dieser Drohkulisse nicht beeindrucken und spulte seinen umfangreichen und in Sachen Doping kritischen Tätigkeitsbericht des Vorstandes ab.
Noch am Tage der Versammlung wurde versucht über den OB Druck auf dessen Pressereferenten (R. Knapp) auszuüben. Doch der Oberbürgermeister hatte sich auf die Seite der Minderheit, der Jugendfahrer und deren Eltern gestellt. Nach stundenlangem, heftigem Schlagabtausch - es war mittlerweile nahezu Mitternacht - sollten die Stimmlegionäre zur Abwahl des Vorsitzenden schreiten, aber der verließ mit seinen über 50 Stammmitgliedern rechtzeitig den "Tatort" Jahreshauptversammlung im großen Heimathaus-Saal und gründete ein Stockwerk darüber, im "Blauen Saal" (siehe Bild), kurz nach Mitternacht aus dem Stand heraus den "RRC Rhein-Wied" Neuwied, dessen formale Konstituierung mit Satzung und Neuwahlen wenige Tage später, am 4. Dezember 1978, mit 65 Gründungsmitgliedern erfolgen konnte. Zurück blieb ein aufgeblähter RSV City, dessen zum großen Teil radsport-unbedarften neuen Mitglieder ebenso schnell schwanden, wie sie gekommen waren...

BDR-Fachorgan "RADSPORT": "Die erste Krise ist schon da"

Das Fachorgan des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), "RADSPORT", dessen Korrespondent Teilnehmer sowohl der RSV-City-Jahreshauptversammlung wie auch der anschließenden RRC-Rhein-Wied-Gründungsversammlung Augen- und Ohrenzeuge war, titelte:
"Die erste Krise ist schon da". Der RADSPORT weiter:
"...Auf der einen Seite steht die Gruppe um den ersten Vorsitzenden Roland R. Knapp, dessen klar-strukturiertes Programm einen für einen neu gegründeten Verein und dessen Aufbau angemessenen natürlichen Weg vorsieht. Er setzt verstärkt den Breiten- und Jugendsport an die erste Stelle und bildet eine solide Basis für das Zusammenwachsen der Mitgliederschaft. Daneben ist er Veranstalter erfolgreicher Renntage gewesen und zeichnete hauptverantwortlich für die Raiffeisenrundfahrt, auch wenn sein Name in diesem Zusammenhang nicht oft fiel. Gegenüber steht die Gruppe um den Sportlichen Leiter mit dem Präsidenten und dem Sportarzt des Vereins, die eine völlig andere Auffassung von "Verein" haben und einen ihr eigenen Kurs eingeschlagen haben.
Der Weg dieser Gruppe ist es, um jeden Preis den Erfolg seiner Leistungssportler zu erzwingen, die der RSV City Neuwied zu Beginn aus dem ganzen Bundesgebiet verpflichtet hatte. Quasi aus dem Nichts, denn hier fehlt die Basis ohne Zweifel, möchte man die Meister auf die Straße oder Bahn zaubern. Dabei ist offenbar jeder Weg recht und billig, auch der des unerlaubten und unfairen. ...."

Soweit das BDR-Fachorgan "RADSPORT". Und damit kann man auch schon das Kapitel "RSV City Neuwied" abschließen. Der versuchte zwar noch weitere fünf bis sechs Jahre bombastische Radsporterfolge zu produzieren, doch von Jahr zu Jahr mit immer mehr finanziellem Risiko und immer weniger Erfolg, bis schließlich 1984 das "Aus" kam und der Verein in sich zusammenbrach. Währenddessen entwickelte sich der RRC "Rhein-Wied" Neuwied mit einer immer stärker werdenden Jugendmannschaft und einer ambitionierten Radtouristik-Abteilung zu einem Verein mit zeitweise 150 Mitgliedern, die ganz unspektakulär eingetreten waren.

Solide Aufbauarbeit des RRC "Rhein-Wied" vom ersten Jahr an

Bei der konstituierenden Gründungsversammlung des RRC "Rhein-Wied" am 4. Dezember 1978 war Roland R. Knapp zum Vorsitzenden gewählt worden, Manfred Neuendorff wurde Geschäftsführer und Hans-Jürgen Pries Jugendleiter. Zusammen mit den übrigen Vorstandsmitgliedern hatte sich ein radsport- und organisationserfahrenes Team zusammengefunden, das mit seinen zielgerichteten Maßnahmen aufhorchen ließ: So wurden Trainingslager im Landesleistungszentrum Ludwigshafen organisiert, einmal sogar unter Hinzuziehung des früheren Nationalfahrers und späteren BDR-Bundestrainers Peter Weibel. Jedes Wochenende wurden Radrennveranstaltungen besucht und auch eigene Radsportveranstaltungen durchgeführt. Der junge Verein stellte bald zwei Junioren-Straßenvierer und nahm mit einer Mannschaft an der Deutschen Juniorenmeisterschaft im Mannschaftsfahren in Berlin teil. Mit Thomas Hallek wurde ein RRC-Jugendfahrer sogar Rheinland-Pfalz-Meister vor dem später sehr berühmten und erfolgreichen Telekom-Profi Udo Bölts. Bei einem Jugendrenntag des RSV City 1980 in Engers wurde ausgerechnet der RRC-Juniorenfahrer Peter Knapp Sieger in der Hauptklasse, der A-Jugend. Auch in den Amateurrennen konnten die aus der Juniorenklasse aufgestiegenen RRC-Fahrer von Mal zu Mal bessere Erfolge verzeichnen. Aber auch die bald zu Stande gekommene Touristikabteilung unter Rolf Blum ließ aufhorchen; die RRC-Touristiker beherrschten bald die RTF-Szene im Rheinland und darüber hinaus. Alles in allem: Das Solide hatte sich stets vor dem Bombastischen bewährt.

Der "Große Preis von Neuwied" rund um Irlich

Auch organisatorische Spitzenleistungen hatte der junge RRC Rhein-Wied aufzubieten. So richtete er unmittelbar nach seiner Gründung mehrere Jahre lang das schwere Rundstreckenrennen "Großer Preis von Neuwied" rund um Irlich aus, mit der langgezogenen, giftigen Steigung in der Rodenbacher Straße. Die Touristikabteilung zählte dank der Aufbauarbeit von Helmut Breiden und Rolf Blum zu den Pionieren dieser Breitensportart im Rheinland und wartete sowohl mit der noch heute bestehenden Touristikfahrten "Schönes Wiedtal" und mit der RTF-Permanent-Tour "Raiffeisenstraße" auf, die ebenfalls zu den Traditionsstrecken zu zählen ist. Hier kamen in den späteren Jahren 2 weitere Touristikfahrten (Saisoneröffnug I u. II) und 2 Permanet-Touren (Schönes Wiedtal, Kannebäcker-Land) hinzu. Jahrelang waren die RRC-Touristikfahrer Spitze in der Rheinland-Wertung und sind auch heute noch im vorderen Feld zu finden. Der Ideenreichtum führte sogar dazu, dass der RRC eine Zeitlang eine radsportspezifische Einkaufsgenossenschaft gründete, die jedoch wegen zu großem Verwaltungsaufwand wieder aufgegeben wurde.

Im Jahre 1981 löste sich ein Teil der Mitglieder in einer Gruppe um den damaligen Jugendleiter vom RRC Rhein-Wied und gründete den "Velo-Club Neuwied `81". Man wollte vor allem im Rennsport eigene neue Konzepte ausprobieren, wollte einerseits den bereits abtriftenden RSV City in Sachen hochfliegender Pläne beerben, andererseits sich nicht mehr in die Disziplin des RRC Rhein-Wied einordnen, für den weniger die ehrgeizigen Ziele zählten als weiterhin eine solide Basis zu wahren.

Aus heutiger Sicht sind der RRC "Rhein-Wied" und der "Velo-Club" zwei harmonisch nebeneinander existierende Radsportvereine, die arbeitsteilig ihr eigenes Aktionsfeld pflegen: Der erstere nunmehr fast ausschließlich traditionell im Breitensport, der zweite neuerdings wieder mehr im Rennsport, allerdings ebenfalls auch im RTF-Bereich tätig.

Der RRC "Rhein-Wied" hat Neuwieder Radsportgeschichte geschrieben

In beiden Vereinen ist die Gründergeneration mittlerweile ins zweite Glied zurückgetreten. Der RRC "Rhein-Wied" hatte in Roland R. Knapp von 1978 bis 1984 einen dominierenden Vorsitzenden, der nach sieben Jahren Führungsarbeit (zuvor beim RSV City) den Stab an Klaus Rüffin übergab. Diesem folgte Helmut Breiden, unter dessen Regie vor allem der Touristiksport eine hervorragende Entwicklung nahm. Seit einigen Jahren wird der RRC von Dieter Hümmerich ebenso solide und organisatorisch professionell wie sportlich erfolgreich geführt. Der Breitensport per Fahrrad für die ganze Familie ist beim RRC in besten Händen.
Ein besonderer Link weist in der Homepage des RRC auf die Radtouristik und ihre jüngere Entwicklung beim RRC "Rhein-Wied" hin.

Nicht auszuschließen ist, dass eines Tages mal wieder auch andere Disziplinen beim RRC gepflegt werden, aber dazu bedarf es neuen ehrenamtlichen Engagements und erfahrener Idealisten. Jedenfalls kann der RRC "Rhein-Wied" in diesem Jahr mit Stolz und und großer Befriedigung sein 25jähriges Bestehen feiern; der Verein hat in z.T. turbulenten Zeiten großes Stehvermögen bewiesen und er hat wahrlich Neuwieder Radsportgeschichte geschrieben. Und einem solchen Verein gehört ganz sicher auch die Zukunft.